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Die „Quartiersentwicklung“ ist ein vom bayerischen Staatsministerium gefördertes Konzept. Die Quartiersmanagerin möchte, in enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und in gemeinsamer Anstrengung mit den in der Seniorenarbeit Engagierten und mit Bürgerinnen und Bürgern aller Generationen erreichen, dass Seniorinnen und Senioren auch künftig möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung in Mehring wohnen bleiben können und dabei gut versorgt sind.

Die Lebensbedingungen, die ältere Menschen in Mehring vorfinden, wurden, insbesondere mithilfe der Befragung der Seniorinnen und Senioren der Gemeinde Mehring beleuchtet und geprüft und müssen, im Hinblick auf die prognostizierte demographische Entwicklung, dringend weiterentwickelt werden.
Die Quartiersentwicklung hat zum Ziel, die Gemeinde beim Aufbau seniorengerechter Strukturen zu unterstützen, die letztendlich allen Generationen zugutekommen.

Das Konzept basiert auf den drei Säulen: Beratung und Soziale Netzwerke, Wohnen und Grundversorgung, Ortsnahe Unterstützung und Pflege.
Die Details zu den drei Säulen finden Sie unten.

Ursula Sixt

Kontakt

Ursula Sixt
Quartiersmanagerin Gemeinde Mehring
Seniorenbüro bei der Anlaufstelle der Gemeinde Mehring
Scheibelbergstr. 2, 84561 Mehring

Telefon: +49 8677 916909
E-Mail: quartiersmanagement@gemeinde-mehring.de

Sprechzeiten:
Dienstag: 09:00 Uhr – 12:00 Uhr, Donnerstag: 15:00 Uhr – 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung.

Download:

 

Die Bestandteile bzw. drei Säulen des Quartierskonzeptes sind:

Anlaufstelle „Seniorenbüro“

Ein Ergebnis der Seniorenbefragung war der Wunsch nach einer Anlauf- und Beratungsstelle für Senioren und der Beschluss des Gemeinderates, eine solche einzurichten. Im Rahmen der Quartiersentwicklung wurde im Juli das Büro der Quartiersmanagerin, das „Seniorenbüro“, neben dem Büro des Bürgermeisters bereits eingerichtet und bezogen.

Die Quartiersmanagerin hat als „Kümmerer“ um die Belange der Senioren in der Gemeinde ihre Arbeit im Seniorenbüro bereits begonnen:

Mit dem „Seniorenbüro“ wurde eine verlässliche, professionelle Anlauf- und Beratungsstelle eingerichtet, in der die Quartiermanagerin bei Fragen und Sorgen des Alters rund um Wohnen, Betreuen und Unterstützen zu Hause weiterhilft.

Aufgaben der Quartiersmanagerin sind unter anderem:

  • Vermittlung und Koordination von Alltagshilfen z. B. Besuchsdienste, Einkaufsbegleitung oder auch Fahr- und Begleitdienste schwerpunktmäßig über den Verein Helfernetz Mehring e.V. bzw. im Pflegefall durch Vermittlung an Pflegedienste und andere Organisationen
  • Beratung
    • Pflegekassen/ Krankenkassen (Pflegestufen, Pflegeleistungen, Anträge, Pflegehilfsmittel)
    • Weiterleitung an Fachdienste
    • Unterstützung bei Fragen zur Absicherung im Alter, wie z.B. Patientenverfügung, Vollmacht, Regelungen für den Todesfall
    • Vermittlung bei Fragen zu Finanziellen Hilfen, wie z.B. Wohngeld, Sozialhilfe
  • Unterstützung bei Fragen zu Schreiben von Ämtern, Krankenkassen
  • Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, z.B. Landespflegegeld, Schwerbehindertenantrag usw.

Generell ist die Quartiersmanagerin Ansprechpartnerin für alle Anliegen, Fragen, Sorgen des Älterwerdens.

Zu den Sprechzeiten (Di., 09:00 Uhr – 12:00 Uhr und Do, 15:00 Uhr – 18 Uhr) können Sie gerne ohne Anmeldung vorbeikommen.
Selbstverständlich können Sie auch einen Termin außerhalb der Sprechzeiten vereinbaren.

Die Quartiersmanagerin besucht Sie bei Bedarf auch gerne zuhause.

Kontaktieren Sie Frau Sixt – sie hilft Ihnen gerne weiter!


Informationsbroschüre

In Zusammenarbeit des AK Soziales mit dem Ortsentwicklungsausschuss wird derzeit eine Informationsbroschüre über bestehende Angebote und Hilfen für Seniorinnen und Senioren in Mehring und Umgebung erstellt. Das Quartiersmanagement begleitet die Fertigstellung und Vervielfältigung und übernimmt die regelmäßige Aktualisierung. Dies wird aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, da die neuen Ansprech- und Kooperationspartner eingearbeitet werden sollen.

Begegnungs- und Aktivangebote

In der Gemeinde Mehring gibt es bereits zahlreiche Begegnungs- und Aktivangebote. Zu nennen sind hier u.a. der SV Mehring mit seinen einzelnen Abteilungen (u. a. Seniorengymnastik, Seniorenstockschießen), die Seniorennachmittage und organisierte Ausflüge (Pfarrgemeinderat und Seniorenreferent der Gemeinde), sowie die vielen Chöre und Musikgruppen und andere Vereine.

Aufgabe der Quartiermanagerin ist es, gemeinsam mit dem Seniorenreferenten, den Seniorinnen und Senioren und Vereinen des Ortes gewachsene Strukturen zu erhalten bzw. umzubauen (siehe Nachbarschaftshilfe / Verein „Helfernetz Mehring e.V.“), weitere Angebote anzustoßen und gemeinsam über Ziele und mögliche Schritte nachzudenken.

Insbesondere im Bereich der Teilhabe am kulturellen Leben gilt es, gemeinsam Strukturen und Möglichkeiten zu schaffen, wie die Seniorinnen und Senioren am kulturellen Leben teilnehmen können. Vielen ist, aufgrund fehlender Mobilität, der Zugang zu z.B. Kulturveranstaltungen in den Nachbargemeinden verwehrt.

Bei der Etablierung eine Tagespflege wird darauf geachtet, bei der Konzeptentwicklung die Schaffung von Räumen / Möglichkeiten zur Begegnung im Blick zu haben und bedarfsgerecht umzusetzen.

Wohnraumanpassung / Wohnberatung

Mit dem „Seniorenbüro“ wird eine Anlauf- und Beratungsstelle geschaffen, in der die Quartiermanagerin bei  Fragen des Alters und insbesondere rund um Wohnen, Betreuen und Unterstützen weiterhilft.

Um möglichst lange in der Wohnung bzw. im Haus wohnen bleiben zu können, ist es oft nötig, diese den Erfordernissen des Älterwerdens anzupassen. Hierbei unterstützt Sie Frau Sixt, die eine Weiterbildung zur ehrenamtlichen Wohnberaterin absolviert hat, gerne und informiert Sie individuell über die Anforderungen an barrierefreies, altersgerechtes Wohnen.

Das Seniorenbüro ist eng mit der Wohnberatung des BRK AÖ verknüpft: Für die konkrete Planung und Beantragung von Zuschüssen wird die Wohnberaterin des BRK AÖ, Frau Gölkel, Sprechstunden im Seniorenbüro anbieten bzw. Sie, auf Wunsch, zu Hause besuchen.

Seniorengerechte Wohnungen

In der Seniorenbefragung wurde der Wunsch nach Schaffung von barrierefreien, kleinteiligen Wohnungen deutlich. In enger Zusammenarbeit zwischen dem Gemeinderat und der Quartiersentwicklung wird die Konkretisierung und Verwirklichung eines solchen Wohnangebots verfolgt.

Mobilität

Ein wichtiges Ergebnis der Befragung sind die Lücken in der Mobilität und Grundversorgung in Mehring.  Die Verbindungen mit dem ÖPNV zur benachbarten Gemeinde Burghausen und ggf. Emmerting sind nur sehr bedingt gegeben. Deshalb sind einerseits der Ausbau des ÖPNV und andererseits die Förderung organisierter Mitfahrgelegenheiten und Fahrdienste als wichtige Ergänzung, um eine individuelle Mobilität sicherstellen zu können, das Ziel der Quartiersentwicklung. Die Initiierung und Förderung von Mitfahrgelegenheiten ist ebenso  ein wichtiger Tätigkeitsbereich im Rahmen der geplanten Nachbarschaftshilfe. Hier wird derzeit gemeinsam mit dem Ortsentwicklungsausschuss, dem AK Soziales und Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gemeinsam ein Konzept entwickelt.

Grundversorgung

In Mehring- Öd gibt es lediglich eine Bäckerei, die Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs ist nur bedingt vor Ort geben. Auch hier wird die persönliche Mobilität somit zu einer wichtigen Voraussetzung für den Erhalt der Selbständigkeit im Alter. Deshalb werden mit der Quartiersmanagerin Möglichkeiten erarbeitet, wie, neben der Verbesserung der Mobilität, die Nahversorgung durch Serviceangebote wie insbesondere Lieferdienste verbessert werden können. Auch hier wird mit den Beteiligten ein passendes Konzept entwickelt.

In der Gemeinde Mehring mit Ihren Ortsteilen bestehen große Bedarfe z. B., wie oben formuliert, bei der Unter­stützung der individuellen Mobilität älterer Menschen, der Nahversorgung und Unterstützung in Haus und Garten.

Die Arbeitsgruppe „Nachbarschaftshilfe“, ein Gremium aus den Leiterinnen der bisherigen Nachbarschaftshilfe, Mitgliedern des Ortsentwicklungsausschusses, des AK Soziales, Familien – und Behindertenreferenten kam, auch nach Rücksprache mit Herrn Jordan (Fachstelle Senioren) zu dem Schluss, dass eine neue Form der Nachbarschaftshilfe, insbesondere in Form eines Vereines, aufgebaut bzw. gegründet werden soll.

Die Quartiersmanagerin ist momentan dabei, in enger Kooperation mit der bisherigen Nachbarschaftshilfe und dem AK Soziales und unter Einbindung / Gewinnung weiterer Ehrenamtlicher aus der Gemeinde, den Verein „Helfernetz Mehring“ aufzubauen.

Im Helfernetz Mehring e.V. schließen sich Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Mehring aus unterschiedlichen Gruppierungen, Lebenssituationen und Funktionen zusammen, um Hilfesuchende in der Gemeinde zu unterstützen.

Ziel des Vereins ist die Schaffung und Unterstützung struktureller Voraussetzungen, die älteren und hilfebedürftigen Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen sollen, in der Gemeinde Mehring selbständig wohnen und leben zu können.

Der Verein leistet Hilfen für ältere und / oder hilfsbedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alltag und unterstützt diese in ihrer selbständigen Lebensführung.

Der Verein wird voraussichtlich folgende Hilfen anbieten:

  • Mobilitätshilfen
    (bedarfsgerechte Fahr-, Begleit- und Besorgungsdienste z.B. bei Behördengängen, Arztbesuchen, Einkäufen, Ermöglichung der Teilnahme an kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen…)
  • Alltagsnahe Unterstützungsleistungen
    (in Form von Besuchsdiensten und Unterstützung bei häuslichen Verrichtungen,
    Hilfestellung beim Bearbeiten von schriftlichen Formalitäten, Unterstützung im Umgang mit Behörden…)
  • Häusliche Hilfsdienste
    (kurzfristige Unterstützung im Haushalt und Garten, kleine handwerkliche Hilfen rund ums Wohnen, Unterstützung bei Krankenhausaufenthalten…)
  • Gesellschaft leisten
    (erzählen, zuhören, vorlesen, füreinander da sein, spazieren gehen…)

Die Hilfeleistungen werden vom Hilfeempfänger mit einer geringfügigen Aufwandsentschädigung, deren Höhe in der Mitgliederversammlung festgelegt wird, entlohnt.

Der Kontakt zwischen den Hilfesuchenden und einem für den individuellen Bedarf geeigneten Helfer(in) wird von der Koordinatorin, Frau Sixt, im Seniorenbüro vermittelt.

Sobald der Verein gegründet ist, wird es eine Auftaktveranstaltung geben, bei der der Verein sich vorstellt und Mitglieder und Helfer sucht.

Alle Bürgerinnen und Bürger können Mitglied werden. Die Mitgliedschaft ist frei von jeder Verpflichtung zur Hilfeleistung oder zur Inanspruchnahme von Hilfe.

Nach der Vereinsgründung wird an alle Haushalte ein Flyer mit detaillierten Informationen verteilt.

Das Vereinsteam rund um die Quartiersmanagerin freut sich auf viele Mitglieder und Helfer!

Helfernetz Mehring e.V.


Ansiedelung einer Tagespflege und Entlastung pflegender Angehöriger / Verbesserung der häuslichen Versorgung und Betreuung

In Mehring und seinen Ortsteilen gibt es nur ein sehr geringes Angebot an medizinischer Versorgung. Es gibt lediglich eine Hausärztin in Mehring – Öd und einen Zahnarzt im Ortsteil Hohenwart. Im Bereich der Physiotherapie, Ergotherapie und anderen Diensten besteht dringender Bedarf, diese im Ort anzusiedeln bzw. einzubinden.

Die schriftliche Bürgerbefragung zeigte deutlich, dass sich viele pflegende Angehörige eine Entlastung durch Tagespflege wünschen. Die Ansiedelung einer Tagespflege in Mehring wird angestrebt. Hierzu wird das Quartiermanagement in enger Absprache mit dem Gemeinderat Gespräche führen und bei der Standortsuche behilflich sein. Wenn die Tagespflege angesiedelt / etabliert ist, wird diese bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und die Angebote vernetzt.

Weitere Angebote, die ältere Menschen und pflegende Angehörige entlasten und die häusliche Betreuung unterstützen, sollen in Mehring durch das Quartiersmanagement angestoßen werden. Dies geht aus der Seniorenbefragung deutlich hervor: Zum einen gibt es einen hohen Anteil an Senioren, die in einem eigenen Haus, oder einer eigenen Wohnung leben (80 %!). Die Bindung an den Wohnort Mehring ist damit im Vergleich zum Wohnen in Miete relativ hoch. Zum anderen ist der Wunsch nach Unterstützung im Alter (gut 50 %) relativ hoch ausgeprägt. Ein relativ hoher Anteil (30 % – im Notfall 50%) befasst sich darüber hinaus wegen fehlender Infrastruktur mit einem Umzug in eine Nachbargemeinde. Mit der Realisierung eines Quartiersmanagements will sich die Gemeinde Mehring mit dem Aufbau wirksamer Strukturen gegen den Wegzug aus der gewohnten Umgebung / Abwanderungstendenz stemmen.

Logo Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert

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