Die Geschichte der Gemeinde Mehring

Chronik

Mehring wurde erstmals im Jahre 788 als "Moringen" urkundlich erwährt. Es ist eine echter "-ing" Ort aus der Einwanderungszeit (etwa 6. Jahrhundert nach Christus), doch liegt ihm wohl ein romanischer Personenname (Maurus oder Morus) zugrunde.

 

Mehring ist auch eine der ältesten Pfarreien im Bistum Passau; die Kirche ist dem Hl. Martin geweiht.

 

Beiden Tatsachen trägt auch das Gemeindewappen Rechnung, das einen Mohrenkopf und eine Gans mit Bischofsstab (Attribute des Hl. Martin) zeigt.

 

Die Besiedlung des Gemeindegebietes erfolgte von Hintermehring bzw. Mehring aus.

 

Die Geschichte Mehrings ist weitgehend eine Geschichte der Pfarrei Mehring. Die Pfarrei Mehring, zu der auch Burghausen gehörte, bestand bis 1399, kam dann zu Raitenhaslach und wurde 1401 der Pfarrei Burghausen unterstellt. Erst 1901 wurde Mehring wieder eine eigene Pfarrei.

 

Die politische Gemeinde Mehring wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts, nach Napoleon, gegründet und bildet nach mancherlei Gebietsabtretungen an Burghausen seit der Gebietsreform 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft mit Emmerting.

 

Die Gemeinde Mehring umfaßt heute eine Fläche von ca. 2337 ha mit ca. 2.100 Einwohnern in 14 Gemeindeteilen. Es ist eine aufstrebende Gemeinde mit einem regen Vereinsleben, gelegen zwischen den Industriegebieten Burghausen und Burgkirchen.

 


Allgemeine Entwicklung der Gemeinde

Lage der Gemeinde

 

Die Gemeinde Mehring liegt im Osten des Landkreises Altötting.

Nach der naturräumlichen Gliederung zählt das Gemeindegebiet sowohl zur Alzplatte wie auch zum Unteren Inntal der Isar-Inn-Schotterplatten.

 

Das Gemeindegebiet wird begrenzt von der Gemeinde Burgkirchen a.d. Alz im Westen und Südwesten, von der Gemeinde Emmerting in Nordwesten und Norden und von der Stadt Burghausen im Osten und Südosten.

 

 

Historische Entwicklung

 

Der Ort Mehring, um das Jahr 788 als "Moringen" erstmals urkundlich erwähnt, war in alter Zeit Sitz eines Rittergeschlechtes, das sich nach dem Ort "Moeringer" benannte. Zum damals schon bezeugten Pfarrsitz Mehring gehörte einst auch Burghausen. Im Jahr 1401 erfolgte die Umlegung des Pfarrsitzes und Mehring wurde Vikariat Burghausen.

 

Erst 1901 erhielt der Ort wieder seine Pfarrrechte.

 

Die bestehende Pfarrkirche St. Martin wurde 1445 erbaut und 1965 stilgleich verlängert.

Mehring war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch Sitz eines landesgerichtlichen Außenamtes, "Ampt Mehring" genannt, das die fünf Obmannschaften Burgkirchen, Asten, Mehring, Hayming und Samarienberg (= Marienberg) umfaßte.

 

 

Wappen und Fahne

Mit Urkunde der Regierung von Oberbayern vom 16.02.1982 wurde der Gemeinde die Zustimmung zur Annahme eines Wappens und zur Führung einer Fahne erteilt.

 

Die Wappenbeschreibung lautet:

"Schräglinks geteilt von Silber und Rot; oben ein schwarzer Mohrenkopf mit roter Kopfbedeckung, unten ein silberner Gänserumpf, der einen goldenen Bischofsstab im Schnabel hält."

 

Die Fahne zeigt zwei Streifen in der Farbenfolge weiß - rot; sie soll mit aufgelegtem Wappen geführt werden.

 

 

Gebietsstand

 

Die Gemeinde Mehring hat seit 1921 mehrere Gebietsänderungen erlebt:

  • Im Jahr 1921 kamen die Gemeindeteile Niederholz und Öd der aufgelösten Gemeinde Holzfeld hinzu
  • im Jahr 1969 wurde der Gemeindeteil Hechenberg in die Stadt Burghausen umgegliedert
  • im Jahr 1978 wurde eine Teil des Gemeindeteils Lindach sowie ein Teil des Gemeindeteils Badhöring ebenfalls in die Stadt Burghausen umgemeindet
  • in den Folgejahren wurden kleinere Grenzänderungen mit Gebietsverlusten für die Gemeinde Mehring durchgeführt.

 

Im Jahr 2001 wurden die gemeindefreien Gebiete in die umliegenden Gemeinden eingegliedert. Teile des Holzfelder Forstes wurden in die Gemeinde Mehring eingegliedert. Nach dem derzeitigen Stand umfaß das Gemeindegebiet eine Fläche von 2337 ha.

 

Ortsteile

Die Gemeinde Mehring besteht aus 14 Gemeindeteilen.
Ort Mehring mit den Ortsteilen

  • Badhöring
  • Brunn
  • Eschlberg
  • Gegend
  • Hintermehring
  • Hohenwart
  • Lengthal
  • Lettenthal
  • Lindach

Mehring

  • Niederholz
  • Öd
  • Unghausen
  • Winklhardt

Einwohnerzahl

Die Gemeinde Mehring hat derzeit 2.300 Einwohner in ca. 700 selbständigen Haushalten.